78 % der CFOs verzeichnen Verluste in Höhe von bis zu 1 Mio. USD durch Compliance-Verstöße bei der internationalen Expansion – laut neuem Bericht von Safeguard Global
AUSTIN, TEXAS, 30. Oktober 2026 – Ökonomische Volatilität und Fachkräftemangel treiben CFOs auf den internationalen Arbeitsmarkt. Ein neuer Bericht von Safeguard Global – Pionier für Workforce Enablement und Erfinder der Kategorie „Employer of Record“ (EOR) – offenbart hierbei jedoch eine deutliche Diskrepanz zwischen Einstellungsoptimismus und Skepsis.
Laut dem Bericht „Das CFO-Paradox: zuversichtlich und skeptisch zugleich“ aus der CFO-Studienreihe zum internationalen Recruiting – einer Umfrage unter 400 CFOs in den USA und Großbritannien – sind 97 % der CFOs an internationalem Recruiting interessiert. 96 % sind überzeugt, ihr Unternehmen sei gut darauf vorbereitet.
CFOs sind zudem stark in das globale Recruiting eingebunden, wobei zwei Drittel an sämtlichen finalen Entscheidungen mitwirken. Aufgrund ihrer eindeutigen finanziellen Governance verwundert es nicht, dass für 79 % der CFOs Kosteneinsparungen das wichtigste Kriterium beim globalen Recruiting sind. Dieser starke Fokus auf die Kosten birgt jedoch die Gefahr, die länderspezifische Komplexität zu unterschätzen. Die Folge sind potenziell risikoreiche Entscheidungen, die letztlich die globale Talentstrategie untergraben.
Welche finanziellen Verluste drohen CFOs durch Compliance-Verstöße?
Dieser Widerspruch verdeutlicht ein tiefer liegendes CFO-Paradox: Trotz großer Zuversicht bremsen erhebliche Wachstumshürden den Fortschritt und veranlassen CFOs, Expansionspläne zu pausieren. Angesichts geopolitischer Konflikte, einer sich ständig ändernden Compliance-Landschaft und wirtschaftlicher Unsicherheit spiegelt das globale Einstellungsverhalten der CFOs ihren Optimismus nicht wider.
Die wohl deutlichste Erkenntnis: Jeder einzelne der befragten CFOs – mithin 100 % der Befragten – räumte ein, dass sein Unternehmen beim globalen Ausbau bereits finanzielle Verluste aufgrund von Compliance-Verstößen erlitten hat. Konkret meldeten 78 % der CFOs Verluste von bis zu 1 Mio. USD. Bei fast einem Viertel (22 %) lagen die compliance-bedingten Kosten sogar jenseits der Millionenmarke. Der Ländervergleich zeigt:
- 30 % der amerikanischen CFOs verzeichneten Verluste von 1 Mio. USD oder mehr.
- 14 % der britischen CFOs verzeichneten Verluste von 1 Mio. USD oder mehr.
- 70 % der amerikanischen CFOs verzeichneten Verluste von bis zu 1 Mio. USD.
- 86 % der britischen CFOs verzeichneten Verluste von bis zu 1 Mio. USD.
Neben finanziellen Verlusten durch Compliance-Verstöße tragen auch geopolitische Konflikte zum Zögern beim globalen Recruiting bei. Die Konsequenz: 38 % der Unternehmen erhöhen das Budget für Mitarbeiter-Relocation. Jeweils 36 % reagieren mit Einstellungsverzögerungen oder -reduzierungen in betroffenen Regionen sowie der Einrichtung zusätzlicher Budget-Puffer. Weitere Erkenntnisse:
- Für zwei von fünf CFOs (40 %) führen geopolitische Verwerfungen zu mehr Vorsicht beim globalen Recruiting.
- Mehr als ein Drittel (38 %) gab an, dass die geopolitischen Spannungen die Expansion ihres Unternehmens behindern.
- Bei knapp jedem fünften Unternehmen (19 %) führte der geopolitische Konflikt in den letzten 12 Monaten zu einer krisenbedingten Verlagerung von Mitarbeitern in ein anderes Land.
Warum CFOs ihre globale Expansion vorübergehend pausieren
Das Zusammenspiel dieser Herausforderungen sorgt für eine allgemeine Zurückhaltung unter den CFOs, den globalen Ausbau aktiv voranzutreiben. Mehr als ein Drittel (37 %) der CFOs verlagert den Fokus zurück auf den Heimatmarkt, fährt das grenzüberschreitende Recruiting zurück – oder kombiniert beide Maßnahmen. Lediglich 22 % der CFOs gaben an, dass ihr Unternehmen in den kommenden sechs Monaten globale Einstellungen plant.
Konkret benennen die CFOs beider Märkte verschiedene Faktoren, die den operativen Betrieb bei der Auslandserschließung erschweren. Die wichtigsten Hürden im Überblick:
- Die allererste Personaleinstellung in einem neuen Zielmarkt
- Test-Einstellungen in einem neuen Markt als Entscheidungsgrundlage für eine mögliche Expansion
- Das HR-Management bei M&A-Prozessen oder internen Restrukturierungen
- Die Abwicklung kurzfristiger, projektbasierter oder saisonaler Auslandseinstellungen sowie die nachträgliche Korrektur von Beschäftigungsverhältnissen im Ausland aus Compliance-Gründen
„Ob durch interne Faktoren oder externe Einflüsse: Die Hürden beim globalen Recruiting werden für CFOs immer komplexer. Trotz der ausgeprägten Zuversicht, globale Potenziale auszuschöpfen und grenzüberschreitend zu rekrutieren, unterschätzen viele CFOs den tatsächlichen Ressourcenbedarf für das internationale Personalmanagement“, so Florence Cazemajou-Flint, Chief Financial Officer bei Safeguard Global. „Das CFO-Paradox lässt sich also wie folgt auf den Punkt bringen: Große Zuversicht trifft auf eine anspruchsvolle Praxis. Um diese Diskrepanz zu überwinden, reicht Zuversicht allein nicht aus. CFOs brauchen starke Partner, um HR-Compliance zu sichern, Risiken abzufedern und das globale Recruiting mit absoluter Sicherheit zu skalieren.“
Auf die Frage, wie sich die Komplexität des globalen Recruitings entschärfen ließe, kristallisierten sich drei Antworten heraus: Unterstützung bei lokalen Arbeitsverträgen, der Gehaltsabrechnung oder Sozialleistungen; eindeutige, länderspezifische Compliance-Leitlinien sowie beschleunigte Onboarding-Prozesse. Lokale Expertise im globalen Beschäftigungsrecht reduziert die Hürden beim globalen Recruiting maßgeblich und unterstützt Finanzentscheider dabei, ihre Zuversicht in die Tat umzusetzen.
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Über den Bericht
Datengrundlage des Berichts ist eine Befragung von 400 CFOs in den USA und Großbritannien, erhoben durch Censuswide im Auftrag von Safeguard Global.
Über Safeguard Global
Safeguard Global ermöglicht eine globale Expansion ohne Risiko. Als Pionier für globales Workforce Enablement und EOR-Lösungen unterstützt Safeguard Global Unternehmen bei der agilen und konformen Rekrutierung, Anstellung, Lohnabrechnung und Führung internationaler Teams in 187 Ländern – ganz ohne lokale Firmengründung. Hinter der firmeneigenen Technologieplattform stehen über 400 Länderexperten in mehr als 80 Ländern, die genau dann persönliche Unterstützung bieten, wenn es darauf ankommt. Das vielseitige Portfolio für globales Workforce Management deckt HR, Sozialleistungen, Rechnungswesen, Rechtsberatung, Visa und Einwanderung sowie Steuerberatung ab. Damit bietet Safeguard Global Kunden die nötige Fachkompetenz, um global konform zu skalieren und internationale Talente einzustellen – unabhängig von ihrer aktuellen Expansionsphase. Erfahren Sie mehr auf: https://www.safeguardglobal.com. Folgen Sie Safeguard Global auf LinkedIn.
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