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Globale Marktveränderungen im Fokus: Strategien für Fertigungsunternehmen ab 2026

Globale Marktveränderungen im Fokus: Strategien für Fertigungsunternehmen ab 2026

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2 Min. Lesezeit
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Fertigungsunternehmen stehen dabei unter hohem Druck. Sie müssen einerseits die betriebliche Kontinuität sicherstellen und andererseits schneller als je zuvor Anpassungen an veränderte Rahmenbedingungen vornehmen. Die Herausforderungen sind vielschichtig und umfassen mittlerweile strengere regulatorische Anforderungen, Fachkräftemangel, komplexe lokale Arbeitsgesetze sowie die Notwendigkeit, ESG-Verpflichtungen in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung über verschiedene Rechtsräume hinweg zu erfüllen.

Diese Entwicklungen markieren einen deutlichen Bruch mit bisherigen Planungs- und Betriebsmodellen. Sie machen ein Umdenken erforderlich, um globale Produktions- und Arbeitsstrukturen künftig mit Weitsicht, Flexibilität und Disziplin zu steuern.

Das sich wandelnde Terrain der globalen Fertigung

Laut dem Manufacturing Industry Outlook 2025 von Deloitte äußern 76 Prozent der Hersteller Sorge über zunehmende geopolitische Unsicherheiten und deren Auswirkungen auf grenzüberschreitende Aktivitäten. Ein Großteil dieser Unsicherheit ist auf Änderungen der Gesetze und Vorschriften für die Fertigungsindustrie weltweit zurückzuführen. Die folgenden Länder liefern einige Beispiele dafür.

  • Deutschland hat seine Mitbestimmungsregelungen verschärft. Dies führt zu einer intensiveren Kontrolle ausländisch geführter Industrieunternehmen und erhöht die Anforderungen an eine transparente Zusammenarbeit mit Betriebsräten.
  • Brasilien hat sein Arbeitsschutzrecht überarbeitet und verlangt nun erweiterte psychosoziale Gefährdungsbeurteilungen in Produktionsumgebungen. Damit wächst der Umfang der arbeitgeberseitigen Verantwortung.
  • Vietnam bleibt ein attraktiver Standort für ausländische Direktinvestitionen in den Bereichen Elektronik und Industriegüter. Neue arbeitsrechtliche Klassifizierungen und geänderte Regelungen zu Sozialleistungen verlängern jedoch Einstellungsprozesse und erhöhen den administrativen Aufwand.
  • Indien hat seine arbeitsrechtlichen Regelwerke konsolidiert. Ziel war eine Vereinfachung, in der praktischen Umsetzung entstehen jedoch neue Herausforderungen, da einzelne Bundesstaaten unterschiedliche Ausgestaltungen vornehmen.
  • Die Vereinigten Arabischen Emirate haben neue Emiratisierungsziele eingeführt, die die Zusammensetzung der Belegschaften im privaten Sektor beeinflussen. Unternehmen, die die Vorgaben bis Mitte 2026 nicht erfüllen, müssen mit Sanktionen rechnen.

Während viele dieser Regelungen positive Effekte für Beschäftigte haben, stellt ihre Umsetzung globale Unternehmen vor erhebliche Herausforderungen bei der Sicherstellung vollständiger Compliance.

Neue Wachstumschancen

Das globale Wachstum hat sich nicht verlangsamt, sondern verlagert. So verzeichnete Polen dank der Verfügbarkeit qualifizierter Fachkräfte und des Zugangs zu den EU-Märkten einen jährlichen Zuwachs ausländischer Direktinvestitionen von neun Prozent in den Bereichen Elektronik und Präzisionsmaschinenbau. Mexiko wiederum zählt zu den wichtigsten Nearshoring-Standorten für US-amerikanische Fertigungsunternehmen.

Unternehmen, die von diesen veränderten Chancen profitieren möchten, sehen sich jedoch häufig mit Verzögerungen konfrontiert. Ursache sind komplexe Prozesse bei der Gründung lokaler Einheiten sowie Unsicherheiten im Zusammenhang mit aktualisierten arbeitsrechtlichen Klassifizierungen. Laut dem Fictiv State of Manufacturing & Supply Chain Report 2025 bewerten 38 Prozent der Fertigungsunternehmen die Geschwindigkeit bei der Einstellung von Mitarbeitenden in neuen Ländern als eine der größten Hürden für die Skalierung globaler Aktivitäten.

Diese Herausforderungen unterstreichen die Bedeutung von Agilität nicht nur in der Lieferkettenlogistik, sondern auch bei der Mobilisierung von Arbeitskräften. Fertigungsunternehmen, die ihre HR-Compliance-Strategie eng mit der Produktionsplanung verzahnen, sind besser positioniert, um Wachstumschancen in neuen Märkten erfolgreich zu nutzen.

Strategische Überlegungen für Hersteller im Jahr 2026

Wie in den Manufacturing Trends 2025 von NTT DATA hervorgehoben, schreitet die Umsetzung intelligenter Fabriken immer schneller voran. Ohne die Möglichkeit, qualifizierte Arbeitskräfte in neuen Regionen zu gewinnen, kommen die Investitionen jedoch zum Stillstand. Führungskräfte und Betriebsleiter sollten sich folgende Fragen stellen:

  • Wie hoch ist das Risiko einer fehlerhaften Einstufung von Beschäftigten an wichtigen Produktionsstandorten wie China, Brasilien oder Deutschland?
  • Nutzen wir aufstrebende Produktions- und Logistikkorridore wie Polen oder Vietnam oder meiden wir diese aufgrund der Komplexität lokaler arbeitsrechtlicher Vorgaben?
  • Wurden Richtlinien für den Einsatz von Auftragnehmern in Lateinamerika und im asiatisch-pazifischen Raum an veränderte Regelungen zu Sozialleistungen und Steuerabgaben angepasst?
  • Ist unsere HR-Infrastruktur flexibel genug, um operative Veränderungen im Zuge von Automatisierung und digitaler Transformation zu unterstützen?

Die EOR-Anforderung: Komplexität vereinfachen

Letztlich hängt globales Wachstum nicht allein von Investitionen oder der Wahl geeigneter Produktionsstandorte ab. Entscheidend ist auch die Belegschaft, die sowohl Motor als auch begrenzender Faktor sein kann. Ein Employer-of-Record-Partner wie Safeguard Global unterstützt Fertigungsunternehmen dabei, komplexe arbeitsrechtliche und administrative Anforderungen in einen strategischen Vorteil zu verwandeln. Dies geschieht durch die Möglichkeit, Mitarbeitende in nahezu 190 Ländern regelkonform und zügig einzustellen, ohne lokale Gesellschaften gründen oder sämtliche nationalen arbeitsrechtlichen Besonderheiten im Detail beherrschen zu müssen. Mit Safeguard Global können Unternehmen Ingenieurinnen und Ingenieure in Polen, Servicetechniker in Brasilien oder Qualitätssicherungsteams in Vietnam onboarden. Teams jeder Größe lassen sich weltweit aufbauen, während gleichzeitig Compliance, Kostenkontrolle und operative Geschwindigkeit gewährleistet bleiben.

Da die globale Fertigungslandschaft zunehmend durch technologische Entwicklungen, regulatorische Anforderungen und internationale Arbeitskräftemigration geprägt wird, sind Agilität und Compliance keine reaktiven Maßnahmen mehr. Sie bilden zentrale Säulen einer zukunftsfähigen Unternehmensstrategie. Wettbewerbsfähig bleiben jene Fertigungsunternehmen, die globale Anpassungsfähigkeit der Belegschaft fest in ihr Betriebsmodell integrieren.

Ist Ihre Personalstrategie auf die Anforderungen der kommenden Jahre ausgerichtet? Sprechen Sie mit Safeguard Global darüber, wie sich diese Potenziale gezielt nutzen lassen.

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