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Ausländische Tochtergesellschaft und weltweite Expansion: Daran sollten Sie denken

ausländische Tochtergesellschaft

Es ist kein Geheimnis, dass mehr Firmen ins Ausland expandieren.

In der Regel führen mehr Absatzchancen auf ausländischen Märkten zu höheren Erlösen. Laut einer Studie der OFX Group äußern 96 % der befragten US-Unternehmen, dass sie „sich in der Lage sehen, Geschäfte im Ausland zu tätigen“.

Die Frage, die sich für Firmen stellt, die eine Expansion ins Ausland planen, ist, wie sie diese Herausforderung bewältigen können. Denn eines steht fest: Eine Expansion ist nicht einfach. Das Kunststück besteht darin, die Dynamik des Marktes optimal zu nutzen, die unternehmerischen Chancen zu maximieren und die operativen und bürokratischen Herausforderungen, die das Gewinnpotenzial im Ausland bedrohen, zu minimieren.

Eine Option, die es zu prüfen gilt, ist die Gründung einer ausländischen Tochtergesellschaft.

Was ist eine ausländische Tochtergesellschaft?

Eine ausländische Tochtergesellschaft ist ein im Ausland tätiges Unternehmen, das Teil eines größeren Unternehmens ist, das oft als Mutter- oder Holdinggesellschaft bezeichnet wird und seinen Hauptsitz in einem anderen Land hat. Unternehmen gründen ausländische Tochtergesellschaften in erster Linie, um in einem bestimmten Land Fuß zu fassen und so ihre Gewinne zu steigern, Steuervorteile zu nutzen und das Unternehmensvermögen zwecks besserer Risikosteuerung zu diversifizieren.

Die Bezeichnung einer ausländischen Tochtergesellschaft hängt davon ab, wie viele Anteile die Muttergesellschaft an dem Unternehmen hält. Dabei wird wie folgt unterschieden:

  • Die Muttergesellschaft hält in der Regel eine Mehrheitsbeteiligung von mehr als 50 % der Anteile an der ausländischen Tochtergesellschaft.
  • Besitzt das beherrschende Unternehmen 100 % der Anteile der ausländischen Tochtergesellschaft, wird diese als hundertprozentige Tochter bezeichnet.
  • Beträgt die Beteiligung weniger als 50 %, wird die Gesellschaft als assoziiertes oder verbundenes Unternehmen bezeichnet.

Strukturell gesehen agiert eine ausländische Tochtergesellschaft unabhängig von ihrer Muttergesellschaft, sie ist für ihre eigenen Aktiva und Passiva verantwortlich und wird steuerlich und aufsichtsrechtlich als eigenständige juristische Person betrachtet. Mit anderen Worten: Deutsche Gesetze finden keine Anwendung, denn eine ausländische Tochtergesellschaft unterliegt den Gesetzen des Landes, in dem sie operiert.

Was eine Muttergesellschaft kontrollieren kann, ist die Gesamtstruktur der ausländischen Tochtergesellschaft. Die Muttergesellschaft kann folgende Maßnahmen ergreifen:

  • Eine Geschäftsleitung einsetzen.
  • Eine ausländische Tochtergesellschaft nach eigenem Ermessen gründen, ohne dass die Gesellschafter darüber abstimmen müssen.
  • Eine Tochtergesellschaft ohne Zustimmung der Gesellschafter verkaufen.

Das Pro und Kontra einer ausländischen Tochtergesellschaft

Wie jede andere große unternehmerische Aktivität haben auch ausländische Tochtergesellschaften ihre Vor- und Nachteile. Diese Faktoren stehen ganz oben auf der Liste:

Pro einer ausländischen Tochtergesellschaft

Vorteile durch die Beziehung zur Muttergesellschaft. Ein Unternehmen, das eine eigene Tochtergesellschaft im Ausland eröffnet, hat erheblichen Einfluss darauf, wie diese Tochtergesellschaft geführt wird. Durch die Einsetzung einer eigenen Geschäftsleitung kann die Muttergesellschaft ihre eigene Kultur, ihre Werte und ihre Vision in der Tochtergesellschaft „von oben herab“ durchsetzen.

Aber auch die Tochtergesellschaft profitiert, da ihr wertvolle gemeinsame Ressourcen wie Finanzsysteme, Technologiesysteme, Vertriebs- und Marketingerfahrungen und umfangreiche unternehmerische Chancen zugutekommen, die direkt von der Muttergesellschaft stammen. Diese Ressourcen ermöglichen es der Tochtergesellschaft, sofort einen Gang höher zu schalten und sich auf ihrem Markt besser zu behaupten.

Eintritt in profitable neue Märkte. Eine alte Geschäftsweisheit besagt: „Ein Unternehmen, das nicht wächst, stirbt.“

Das Gleiche gilt für die Eröffnung einer ausländischen Tochtergesellschaft, die es der Muttergesellschaft ermöglicht, in Regionen und Branchen zu expandieren, die sie sonst nicht erreichen könnte. Neue Auslandsmärkte bringen neue Kunden und neue Absatzmöglichkeiten mit sich, die es der Muttergesellschaft ermöglichen, ihre Marke auf potenziell rentablen ausländischen Märkten aufzubauen.

Eine ausländische Tochtergesellschaft erhöht die Glaubwürdigkeit – und den Schutz – im Ausland. Im Großen und Ganzen werden Unternehmen, die eine Tochtergesellschaft im Ausland gründen, von der lokalen Industrie, von Behörden und Geschäftspartnern ernster genommen als Unternehmen, die einfach nur eine Zweigniederlassung in einem fremden Land einrichten.

Beispielsweise sind ausländische Finanzinstitute offener für Geschäfte mit einer ausländischen Tochtergesellschaft, die den rechtlichen und steuerlichen Stempel oder die Genehmigung der lokalen und nationalen Regierung der Region oder des Landes hat, in der sie ansässig ist.

Außerdem haftet eine Muttergesellschaft nur begrenzt für ihre ausländische Tochtergesellschaft.

Wird beispielsweise eine ausländische Tochtergesellschaft in einen Rechtsstreit verwickelt, haftet die Tochtergesellschaft und nicht die Mutter- oder die Holdinggesellschaft, sodass sie vor erheblichen finanziellen Strafen geschützt ist, die sich aus rechtlichen Problemen im Ausland ergeben können. Wenn sich herausstellt, dass eine Tochtergesellschaft die Erwartungen nicht erfüllt (oder noch schlimmer), kann die Muttergesellschaft die Tochtergesellschaft leicht verkaufen, oft an ein Unternehmen im selben Land.

Kontra einer ausländischen Tochtergesellschaft

Es können enorme Kosten anfallen. Die Gründung einer ausländischen Tochtergesellschaft kann ein teures Unterfangen sein, sowohl in finanzieller als auch in zeitlicher Hinsicht.

Die Kosten variieren zwar von Land zu Land, doch ist für die Gründung einer Niederlassung im Ausland ein Kapitalbedarf von mehreren Hunderttausend Euro nicht ungewöhnlich. Dazu kommt noch der Zeitfaktor, wobei üblicherweise mit sechs bis neun Monaten gerechnet werden muss. Darüber hinaus sehen die gesetzlichen Bestimmungen einiger Länder vor, dass Mitarbeiter:innen der Muttergesellschaft vor Ort anwesend sein müssen, um Unterschriften zu leisten und an bestimmten Sitzungen teilzunehmen, was unter dem Strich weitere Kosten und weiteren Zeitaufwand bedeutet.

Der Rückzug aus einem Land, in dem Sie eine ausländische Tochtergesellschaft gegründet haben, kann ebenfalls sehr kostspielig und komplex sein, da die gesetzlichen Registrierungsgebühren über Monate weiterlaufen können. In China kann die Liquidation einer hundertprozentigen ausländischen Tochtergesellschaft 8 bis 12 Monate dauern.

Für Unternehmen, die eine ausländische Tochtergesellschaft gründen wollen, wird eine auf fünf Jahre angelegte finanzielle Machbarkeitsstudie empfohlen.

Kulturelle Differenzen. Für ein deutsches Unternehmen kann die kulturelle und unternehmerische Anpassung in einem fremden Land eine große Herausforderung darstellen.

Abgesehen von der Sprache, der Währung und der räumlichen Entfernung bedeutet die Tätigkeit in einem fremden Land oft auch, dass man sich mit unterschiedlichen bürokratischen, politischen, wechselkursbedingten und rechtlichen Fragen und Verfahren auseinandersetzen muss. Und dies erfordert lokale Experten, die mit den Feinheiten der lokalen Bedingungen vertraut sind, um das Unternehmen vor einer Reihe von Compliance-Risiken zu schützen.

Probleme bei der Personalbeschaffung und dem Onboarding. Neues Personal im Ausland an Bord zu holen, stellt die Personalabteilungen der Muttergesellschaft vor besondere Herausforderungen.

Da die Einstellungsverfahren und -normen von Land zu Land unterschiedlich sind, ist Insiderwissen in Bezug auf lokale Stellenausschreibungen, Vorstellungsgespräche, Vertragsangebote, Sozialleistungen und Onboarding kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit, wenn man eine ausländische Tochtergesellschaft hat.

Ist eine ausländische Tochtergesellschaft eine gute Option für Ihr Unternehmen? 

Ob Sie eine ausländische Tochtergesellschaft gründen sollten oder nicht, hängt von den langfristigen geschäftlichen Zielen Ihres Unternehmens ab. Der Entscheidungsprozess sollte mit einer soliden und gründlichen Prüfung der finanziellen und logistischen Möglichkeiten sowie der Managementkapazitäten Ihres Unternehmens beginnen. Außerdem sollten Sie ermitteln, welches Land am besten zu Ihrem Unternehmen passt.

Es ist auch ratsam, verschiedene interne Prüfszenarien durchzuspielen, um herauszufinden, ob eine ausländische Tochtergesellschaft oder die einfache Eröffnung einer Zweigniederlassung im Ausland mehr Sinn macht. Nach einer gründlichen Prüfung werden Sie vielleicht feststellen, dass Sie schnell handeln müssen, um Ihre Zielmärkte zu testen, während Sie parallel weitere Investitionen in eine ausländische Tochtergesellschaft prüfen. Mit einem Employer-of-Record-Dienstleister wie Global Employment Outsourcing (GEO) können Sie innerhalb von nur zwei Wochen Arbeitskräfte im Land einstellen, während Sie zeitgleich Ihre Strategie für den lokalen Markt planen. Je nach Ihren langfristigen Zielen können Sie Arbeitskräfte jedoch auch auf unbestimmte Zeit beschäftigen.

Die Zukunft hat für Unternehmen, die einen ausländischen Markt erobern wollen, bereits begonnen. Sie müssen nur die richtige Route finden, um an ihr Ziel zu gelangen.

Erfahren Sie mehr über die Kosten und Risiken, die mit der Gründung einer ausländischen Niederlassung verbunden sein können, damit Sie entscheiden können, ob dies der richtige nächste Schritt für Ihr Unternehmen ist.